Tuesday, 2 February 2016

Im Trend Briefkastenanlage

Der erste dokumentierte Beweis für die Existenz eines Briefkastens stammt aus dem Jahr 1633. In der niederschlesischen Stadt Liegnitz soll er gestanden haben. Es gab zu der Zeit eine Postverbindung zwischen der Stadt Leipzig und Breslau in Polen, die 325 Kilometer lang war. Es gab einige Poststationen auf dem Weg. Liegnitz lag direkt auf der Strecke. Daher nutzten die Liegnitzer das aus und stellten einen Briefkasten auf, aus dem die Post mitgenommen wurde.

1641 wurden in Hamburg 13 hölzerne Briefkästen im Posthaus aufgehängt. Sie hatten runde Einwurföffnungen. Jeder Postkasten hatte einen Stadtnamen darauf, der das Ziel darstellte. Das war die erste dokumentierte Postsortierungsanlage beziehungsweise Briefkastenanlage.

Frankreichs Briefkästen zu Zeiten des Sonnenkönigs


Frankreich hatte einen maßgeblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung des Postwesens. Der Sonnenkönig Ludwig XIV. genehmigte ein System der postalischen Kommunikation in Verbindung mit installierten Briefkastenanlage. Jean-Jacques Renouard de Villayer war der Pächter der Pariser Stadtpost und hatte das Konzept ausgearbeitet. Das "billets de portpayé" führte er ein Jahr später ein. Es war ein Quittungssystem, das dem Absender die Bezahlung im Voraus ermöglichte. 

Es waren Quittungsstreifen ohne Motiv, die gut sichtbar auf dem Brief angebracht wurden. Zuvor hatten nur die Empfänger bezahlt, sodass die Boten gezwungen waren, immer persönlich zuzustellen, um ihren Lohn zu bekommen. Mit der Ersteinführung des Portosystems war es nicht mehr wichtig, den Empfänger persönlich anzutreffen. Briefkästen wurden zum Empfang erstmals 1653 in Paris installiert und gewannen im Laufe der Zeit immer mehr an Bedeutung.

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